PolioPlus wird durchgeführt in Zusammenarbeit mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO), dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF), den Gesundheitsbehörden der USA (CDC) und nationalen Gesundheitsministerien.
Trotz der großartigen Fortschritte und Erfolgszahlen kann der Sieg noch nicht verkündet werden. Der Kampf um das letzte Prozent ist härter und teurer als die vorigen 99 Prozent. Das liegt vor allem daran, dass die letzten Infektionsherde, die sich hartnäckig halten, meist in unzugänglichen Gebieten liegen. Auch kulturelle Barrieren stellen oft ein großes Hindernis für die Helfer dar.
Als erstes Engagement im Kampf gegen Polio unternahm Rotary 1979 ein fünfjähriges Projekt zur Schluckimpfung von sechs Millionen Kindern auf den Philippinen. Nach jüngsten Schätzungen wird Rotary bis zur endgültigen Ausrottung des Virus fast 600 Millionen Dollar aufgewendet haben, die unzähligen Arbeitsstunden der bis zu 10 Millionen freiwilligen Helfer nicht mitgezählt. Bis heute wurden weltweit an die 2 Milliarden Kinder vor dieser gefährlichen Krankheit geschützt.
Auch die Bill und Melinda-Gates Stiftung unterstützt zusammen mit Rotary International die große Anstrengung, die Kinderlähmung entgültig auszurotten. Im Jahr 2009 rief Rotary International erstmals einen Polio-Tag aus, an dem in vielen Städten Informationsstände zum Thema errichtet und Spenden gesammelt wurden. Auch der RC Speyer war mit seinem Polio-Beauftragten Wolfgang Bühring und vielen anderen Rotariern am 23. Oktober auf der Maximilianstraße aktiv.