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Für die
rechtzeitig Angekommenen begann der Aufenthalt mit einem Spaziergang, der über
die Nahe, durch den Kurpark, vorbei an den riesigen Wasserrädern, die vormals
die Solepumpen antrieben, zum Kurmittelhaus und zum Gradierwerk führte. Dabei
konnte man sich nicht darüber einigen, ob nun die wilde Kulisse der Felswand
auf dem gegenüberliegenden Naheufer oder doch der Kurpark beindruckender waren.
Ein zünftiges Abendessen im Gewölbekeller der Burg beschloss den Tag.
Am
Samstagmorgen brachte ein Bus die Wanderer zum Waldgasthof Lembergblick (Start-
und Zielpunkt der Rundwanderung). Eine Gruppe nahm die kürzere Route, die
Mehrheit entschloss sich zur Gesamtroute. Es ging abwechslungsreich mit
moderatem auf und ab durch Waldpartien,
entlang
bunter Wiesen und vorbei an Weideflächen mit Schafen oder Pferden. Auf den
Hügelkuppen boten sich dem Auge imponierende Fernblicke in die Landschaft. Die
beiden jüngsten Mitwanderer (Antonius 5 Jahre und sein Bruder Sebastian 3
Jahre) marschierten, sprangen und hüpften -sorgsam von Peer betreut- die
gesamte Strecke mit.
Nach dem
opulenten Mittagessen im Lembergblick ging es auf den Rückweg zur Ebernburg. Je
nach Kondition und Gusto im Bus oder per pedes. Danach war Gelegenheit zum
Besuch des Mittelaltermarktes.
Mit
Sektempfang und guten Gesprächen beim Abendessen sowie Ansprachen beider
Präsidenten, die sehr herzlich den Planern und Organisatoren dankten, klang der
Tag harmonisch aus.
Nach dem
sonntäglichen Frühstück erläuterte uns der Hausherr – Herr Rauschenplat – die
Historie der Ebernburg, den Lebensweg Franz von Sickingens und die Bedeutung
der Burg für die evangelische Religionsgeschichte als "Herberge der Gerechtigkeit",
die z.B. Ullrich von Hutten, Martin Luther auf seinem Weg nach Worms und vielen
anderen bedeutenden evangelischen Denkern Zuflucht und
Schutz
bot. Ganz besonders ist darauf hinzuweisen, dass Johannes Oekolampad im Juni
1522 die erste Liturgie mit Lesungen in deutscher Sprache und Abendmahl unter
beiderlei Gestalten -also den ersten evangelischen Gottesdienst- in der
Burgkapelle feierte. Spannend war anschließend die Besichtigung des Geheimganges,
der die Fluchtmöglichkeit in einen Weinberg bot.
Für
unseren Präsidenten, Freund Metzger, war dies das erste Wanderwochenende mit
dem befreundeten Club aus Sèvres. In seiner abschließenden Dankesrede bedauerte
er, nicht schon vorher dabei gewesen zu sein und meldete sich schon einmal
vorsorglich für die nächste Wanderung an. Es bleibt zu hoffen, dass viele
Freunde und ihre Familien diesem Beispiel folgen, denn sonst wissen sie nicht,
was ihnen entgeht.
Peter
Brand und Jochen Klemke, 20. September 2011
Bilder finden Sie in den Fotogalerien und über den folgenden Link (bitte vorher einloggen):
Ebernburg
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