Studentenaustausch Charmanter Besuch aus Faenza lernt Speyer und Umgebung kennen Im Rahmen des mit unseren Partnerclubs in Sèvres und Faenza vereinbarten Studentenaustausches war der RC Speyer in der Karwoche Gastgeber für 8 Studentinnen und 1 Studenten aus Faenza. Zusammen mit einem begleitenden rotarischen Freund lernte die Gruppe Speyer und Umgebung kennen. Ausbildungsziel des Projektes war, das Zusammenwirken öffentlicher Dienstleister einerseits und privatwirtschaftlicher Unternehmen andererseits in einer dicht bewohnten und wirtschaftlich starken Region zu verdeutlichen.
Am ersten Tag wurden bei einem
Besuch der BASF, zunächst im Stammwerk Ludwigshafen und danach im
Agrarforschungszentrum Limburgerhof, die Bedingungen eines Weltunternehmens
auch in seinen regionalen Verflechtungen erkennbar. Der Begrüßung der italienischen Gäste durch den Präsidenten des RC Speyer, Klaus Wörner, am Abend
des 30 März, folgten am 31. März der Besuch der Stadtwerke Speyer sowie der
Pfälzischen Flugzeugwerke in Speyer. Bei den Stadtwerken trat als zunehmend
wichtiger werdender Teil deröffentlichen Versorgungsdienstleistungen die Bedeutung der Gewinnung
erneuerbarer Energien im kommunalen Sektor hervor. Bei den PFW waren die
Bedingungen eines eher mittelständischen, aber stark von Weltunternehmen
wie EADS und Boeing und von seiner Innovationskraft abhängenden Unternehmens zu besichtigen. Am Abend präsentierte sich die Vorderpfalz
„von oben“, d.h. vom Hambacher Schloss aus. Der dritte Besuchstag galt den kulturellen Aspekten des öffentlichen Dienstleistungsbereichs. Hierzu hat
zunächst das Historische Museum in Speyer nicht nur mit seinen Ausstellungen
sondern auch durch einen Blick in die Werkstatt der Ausstellungsmacher den
Gästen einen hervorragenden Einblick verschaffen können. Der eigentlich für die Jugend bestimmte Teil der Sonderausstellung „Hexen“ übte seine
Zauberkraft auch auf bereits erwachsen gewordene Kinder aus. Am frühen Nachmittag
hat Frau Henkel, die für Kulturmanagement verantwortliche Mitarbeiterin der
Stadtverwaltung Speyer, mit einer Einführung in das bundesweite Projekt „Lernen vor Ort“ zeigen können, wie von der öffentlichen Seite her daran gearbeitet
wird, das Bildungspotential regional weit über den schulischen
Lernbereich hinaus zu erfassen und optimal im Sinne eines lebenslangen Lernens
zur Geltung zu bringen. Danach wartete der Kaiserdom auf die Gruppe. Seine
Majestät und seine Glaubensbotschaften hat Dompfarrer Bender den jungen Gästen
eindringlich nahe gebracht. Nach einem Abschiedsessen im Feuerbachhaus, das die
kulturhistorische Bedeutung der Familie Feuerbach nicht ausließ, einer etwas
verkürzten Nacht und einem morgendlichen Besuch im Technik Museum, stieg die
Gruppe gegen 12 Uhr beim Bistumshaus, ihrer Speyerer Herberge, in den Bus, um
vom Flughafen Hahn aus den doch sehr kühlen Norden wieder in Richtung der
sonnigen Heimat zu verlassen. Die Antworten von dort zeigen, dass der Zweck
dieser rotarischen Verbundenheit, der jungen Generation Einsichten über Grenzen
hinaus zu vermitteln, sehr gut erreicht worden ist.
Hans-Joachim Bauer
Freitag, 9. April 2010/web481
Letzte Änderung: 09.04.10/web481