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Besuch der Stauferausstellung im Reis- Museum, Mannheim am 25.10.2010


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Die erstaunlich große Zahl von „49“ Rotariern mit Angehörigen traf sich pünktlich um 19,30 Uhr vor dem alten „Zeughaus“ in C5 um diese Ausstellung zu besuchen.

Alles war gut organisiert und lief pünktlich ab.

Die Besucher wurden in 2 Gruppen geteilt und dann von den beiden (schon von

anderen Ausstellungen bekannten) fachkundigen Führerinnen durch die Ausstellung geleitet. Gleich zum Empfang wurden wir begrüßt von Kaiser Friedrich Barbarossa

(Reg.-Zeit 1152 – 1190) der sich allerdings durch eine imposante Sandstein- Statue vertreten ließ.....

Wir erfuhren, dass der Name der Staufer vom Stammsitz der Familie, der

Burg Hohenstaufen bei Göppingen (erbaut 1079) stammt.

Das Herrschergeschlecht der Staufer war primär in Italien und im Süden Deutschlands

aktiv, was wohl auch der Grund dafür ist, dass sich jetzt 3 deutsche Bundesländer (Hessen, Baden- Württemberg und Rheinland Pfalz) um die Ausrichtung dieser Ausstellung bemühten. Die Vorbereitungszeit dieser Ausstellung dauerte übrigens

ca. 4 Jahre !

Imposant auch die Zahl der Besucher- bereits jetzt ist die Zahl 50 000 überschritten und man rechnet mit „steigender Tendenz“. So sind für den November bis zu 43 Führungen am Tag eingeplant, die im 10-Minuten-Takt starten.

Es würde hier zu weit führen, das Gesehenen niederschreiben zu wollen, für mehr Information empfiehlt sich ein Besuch (oder wiederholter Besuch) dieser Ausstellung.

Lediglich der „große Rahmen“ soll hier nochmals aufgezeigt werden.

Die Macht der Staufer entwickelte sich in ca 116 Jahren aus dem Kernland (Lombardeiund Teile von Oberitalien) in nördlicher Richtung bis zum Raum Worms-Mainz-Frankfurt

-auch das südlichere Speyer war wichtig- und im Süden bis zur Südspitze von Sizilien.

Das Königreich Sizilien nahm eine Sonderstellung im Reich ein und die Stadt Palermo war ein markanter Punkt.

In diesem (in Nord-Süd-Achse verlaufenden) Reich existierten als Staaten: Süddeutschland, Norditalien, Mittelitalien und Süditalien. Mittelitalien (um Rom) nahm dabei eine Sonderstellung ein, da dies der Kirchenstaat war in dem der Pabst nicht nur kirchliche sondern auch weltliche Macht besaß. Ihn ließ man bei all den Feldzügen und Eroberungen weitgehend in Ruhe, denn ihn brauchte man schließlich bei der Krönung der Kaiser....

Generell spielte das Thema „weltliche – kirchliche Macht“ eine ganz große Rolle in jener

Zeit. Es war wesentliche Aufgabe der Kaiser, die ihm unterstellten Könige und Herzöge „in Schach zu halten“ und darüber hinaus noch das gute Verhältnis zur Kirche zu pflegen.

So fanden Nonnen wie „Hildegard von Bingen“ und „Hildegard von Thüringen“ beispielsweise

direkt Gehör beim Kaiser.

In dem großen Reich waren außerdem fünf Religionen (Katholiken, Altkatholische, Orthodoxe, Muslime und Juden) in Einklang zu bringen. Und die Anzahl der verschiedenen Sprachen lag bei mindestens ebenfalls fünf.

Dabei war zu berücksichtigen, dass Informationen vom Norden zum Süden (Mainz – Palermo) ca. zwei Monate unterwegs waren und dabei auch noch die Alpen als Hindernis

zu überwinden hatten.

Was die Kunstgegenstände jener Zeit angeht, so konnten wir z.B. einen schön beschnitzten „Olifanten“ aus einem Elefanten-Stoßzahn, einen Krug (ca 25 cm hoch und 15 cm dick) aus einem einzigen großen Bergkristall, hervorragende Steinmetzarbeiten, Bücher (Papier) oder Geschirr jener Zeit bestaunen.

Allerdings wurden auch schon mal wertvolle Gegenstände ins „Leihhaus“ (das gabs schon) gegeben, weil man Geld brauchte um mal wieder einen Krieg zu führen und `so das Reich

zu erweitern...

Das Ende des Reiches wurde durch Karl von Anjou im Jahre 1268 besiegelt, indem er

den erst 16- jährigen letzten männlichen Staufer in Neapel enthaupten ließ.

Der Besuch im Museum hatte mehr als anderthalb Stunden gedauert und wir wurden

dabei permanent mit neuem (oder vergessenem) Wissen bombardiert, jetzt war

„Erholung“ angesagt !

In der Weinstube „Klenks Weinbar“ in D5 waren bei unserem Eintreffen die Tische bereits gedeckt und wir brauchten die aufgetragenen Vesperplatten nur noch (veredelt mit Wein)

zu uns nehmen.

All die Organisation zu diesem Besuch haben wir Freund Dietz Altehoefer zu verdanken,

er hat alles bis ins kleinste Detail organisiert – und es klappte.

Dafür soll ihm auch an dieser Stelle nochmals recht herzlich gedankt sein.

Mittwoch, 3. November 2010/web480
Letzte Änderung: 03.11.10/web480
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