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Die erstaunlich große Zahl
von „49“ Rotariern mit Angehörigen traf sich pünktlich um 19,30 Uhr vor dem
alten „Zeughaus“ in C5 um diese Ausstellung zu besuchen.
Alles war gut organisiert
und lief pünktlich ab.
Die
Besucher wurden in 2 Gruppen geteilt und dann von den beiden (schon von
anderen
Ausstellungen bekannten) fachkundigen Führerinnen durch die Ausstellung
geleitet. Gleich zum Empfang wurden wir begrüßt von Kaiser Friedrich Barbarossa
(Reg.-Zeit
1152 – 1190) der sich allerdings durch eine imposante Sandstein- Statue
vertreten ließ.....
Wir
erfuhren, dass der Name der Staufer vom Stammsitz der Familie, der
Burg
Hohenstaufen bei Göppingen (erbaut 1079) stammt.
Das
Herrschergeschlecht der Staufer war primär in Italien und im Süden Deutschlands
aktiv,
was wohl auch der Grund dafür ist, dass sich jetzt 3 deutsche Bundesländer
(Hessen, Baden- Württemberg und Rheinland Pfalz) um die Ausrichtung dieser
Ausstellung bemühten. Die Vorbereitungszeit dieser Ausstellung dauerte übrigens
ca.
4 Jahre !
Imposant
auch die Zahl der Besucher- bereits jetzt ist die Zahl 50 000 überschritten und
man rechnet mit „steigender Tendenz“. So sind für den November bis zu 43
Führungen am Tag eingeplant, die im 10-Minuten-Takt starten.
Es
würde hier zu weit führen, das Gesehenen niederschreiben zu wollen, für mehr
Information empfiehlt sich ein Besuch (oder wiederholter Besuch) dieser
Ausstellung.
Lediglich
der „große Rahmen“ soll hier nochmals aufgezeigt werden.
Die
Macht der Staufer entwickelte sich in ca 116 Jahren aus dem Kernland (Lombardeiund Teile von Oberitalien) in nördlicher
Richtung bis zum Raum Worms-Mainz-Frankfurt
-auch
das südlichere Speyer war wichtig- und im Süden bis zur Südspitze von Sizilien.
Das
Königreich Sizilien nahm eine Sonderstellung im Reich ein und die Stadt Palermo
war ein markanter Punkt.
In
diesem (in Nord-Süd-Achse verlaufenden) Reich existierten als Staaten:
Süddeutschland, Norditalien, Mittelitalien und Süditalien. Mittelitalien (um
Rom) nahm dabei eine Sonderstellung ein, da dies der Kirchenstaat war in dem
der Pabst nicht nur kirchliche sondern auch weltliche Macht besaß. Ihn ließ man
bei all den Feldzügen und Eroberungen weitgehend in Ruhe, denn ihn brauchte man
schließlich bei der Krönung der Kaiser....
Generell
spielte das Thema „weltliche – kirchliche Macht“ eine ganz große Rolle in jener
Zeit.
Es war wesentliche Aufgabe der Kaiser, die ihm unterstellten Könige und Herzöge
„in Schach zu halten“ und darüber hinaus noch das gute Verhältnis zur Kirche zu
pflegen.
So
fanden Nonnen wie „Hildegard von Bingen“ und „Hildegard von Thüringen“
beispielsweise
direkt
Gehör beim Kaiser.
In
dem großen Reich waren außerdem fünf Religionen (Katholiken, Altkatholische,
Orthodoxe, Muslime und Juden) in Einklang zu bringen. Und die Anzahl der
verschiedenen Sprachen lag bei mindestens ebenfalls fünf.
Dabei
war zu berücksichtigen, dass Informationen vom Norden zum Süden (Mainz –
Palermo) ca. zwei Monate unterwegs waren und dabei auch noch die Alpen als
Hindernis
zu
überwinden hatten.
Was
die Kunstgegenstände jener Zeit angeht, so konnten wir z.B. einen schön beschnitzten
„Olifanten“ aus einem Elefanten-Stoßzahn, einen Krug (ca 25 cm hoch und 15 cm
dick) aus einem einzigen großen Bergkristall, hervorragende Steinmetzarbeiten,
Bücher (Papier) oder Geschirr jener Zeit bestaunen.
Allerdings
wurden auch schon mal wertvolle Gegenstände ins „Leihhaus“ (das gabs schon)
gegeben, weil man Geld brauchte um mal wieder einen Krieg zu führen und `so das
Reich
zu
erweitern...
Das
Ende des Reiches wurde durch Karl von Anjou im Jahre 1268 besiegelt, indem er
den
erst 16- jährigen letzten männlichen Staufer in Neapel enthaupten ließ.
Der
Besuch im Museum hatte mehr als anderthalb Stunden gedauert und wir wurden
dabei
permanent mit neuem (oder vergessenem) Wissen bombardiert, jetzt war
„Erholung“
angesagt !
In
der Weinstube „Klenks Weinbar“ in D5 waren bei unserem Eintreffen die Tische
bereits gedeckt und wir brauchten die aufgetragenen Vesperplatten nur noch
(veredelt mit Wein)
zu
uns nehmen.
All
die Organisation zu diesem Besuch haben wir Freund Dietz Altehoefer zu
verdanken,
er
hat alles bis ins kleinste Detail organisiert – und es klappte.
Dafür
soll ihm auch an dieser Stelle nochmals recht herzlich gedankt sein. |