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Brunnenkette vom Nigerfluß zum Tschadsee
Bedarf an Trinkwasserbrunnen decken!



2010 feierte der RC Mannheim-Brücke seinen 50. Geburtstag. Aus Anlaß dieses Jubiläums setzten die Mannheimer Freunde im Rahmen ihres seit über 20 Jahren bestehenden Projektpartenariats mit dem RC Niamey im westafrikanischen Niger ein besonderes Zeichen länderumfassender rotarischer Verbundenheit: die Verwirklichung einer über 1600 km gespannten Brunnenkette vom Nigerfluß im Westen zum Tschadsee im Osten mit je einem dörflichen Trinkwasserbrunnen in den sechs anliegenden Regionen.
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Mit der Brunnenkette soll ein Beitrag zur Verbesserung der Trinkwasserversorgung geleistet werden. Die bis zu 60 m tiefen Brunnen werden situationsangepasst als Schachtbrunnen ausgeführt; die Wasserförderung erfolgt auf traditionelle Weise ohne maschinelle Ausrüstung, somit weitgehend wartungsarm und betriebskostenfrei. Die einfache Bauform erlaubt den Einsatz kleiner einheimischer Brunnenbaufirmen mit Eigenbeteiligung der jeweiligen dörflichen Bevölkerung. Die große Akzeptanz des Schachtbrunnens seitens der Nutzer und dessen lange Lebensdauer sichern eine hohe Nachhaltigkeit der Investition. Der Bedarf an Trinkwasserbrunnen der ländlichen Siedlungen im Niger ist nur zu knapp 60 % gedeckt. So trägt das Mannheimer Jubiläumsprojekt sinnvoll dazu bei, vielen Menschen das Überleben in ihren Dörfern zu ermöglichen. In diesen Wochen haben Club-Präsident Dr. Stephan Scherer und die Clubmitglieder mit großer Freude die Nachricht erhalten, dass im Dorf Yaya in der Provinz Tahoua der dritte Brunnen der geplanten Kette übergeben werden konnte. Angesichts der aktuell großen Dürre und Hungersnot bedeutet dieser Brunnen für die Dorfgemeinschaft eine Hilfe von unschätzbarem Wert. Die vom Rotary Club Mannheim-Brücke getragenen Investitionskosten beliefen sich auf ca. 12.000 €. Das Foto zeigt den Hydrogeologen Zibo Zakara, der im Auftrag des Clubs das Projekt vor Ort fachlich betreut und den Dorfältesten von Yaya vor dem neuen Brunnen. Manfred Froese, der das Niamey-Projekt in der Nachfolge von Dr.-Ing. Heinz Braun betreut, hofft, dass die Arbeiten an Brunnen Nr. 4 in Kürze aufgenommen werden können.
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Mittwoch, 14. April 2010/RM
Letzte Änderung: 09.05.12/RM
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